Corona-Impfung: Zu viele Fragen offen

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Die Zulassung der Corona-Impfstoffe steht kurz bevor. Doch Ärzte warnen: Die Hersteller hätten die Risiken ungenügend abgeklärt. Auch der Nutzen sei unklar.

Bundesrat Alain Berset will die Bevölkerung schon im Januar impfen lassen. Das Schnellverfahren des Impfstoffes ruft Kritiker auf den Plan. Bei einer klassischen Impfung spritzt man den Leuten Eiweiss der Virushülle ins Blut, welches das Immunsystem anregt. Bei den drei neuen Corona-Impfstoffen stellt der Körper die Virusbestandteile selbst her. Diese stimulieren dann wiederrum das Immunsystem.

Die Tests der Hersteller lassen sich nicht prüfen

Einer der Impfstoffe ist mRNA-1273 des US-Pharmaunternehmens Moderna: Er enthält genetische Informationen des Coronavirus, die sogenannte mRNA. Diese genetische Information gelangt in die Körperzelle, die dann die Vireneiweisse produzieren. Bisher gibt es keinen einzigen Impfstoff mit dieser Technologie auf dem Markt. Der Hersteller meldet eine Wirksamkeit von 94%.

Auch Pfizer verwendet für den Impfstoff BNT162b1 die mRNA-Technik. Das Unternehmen meldet 95% Wirksamkeit.

Eine andere neue Technik wendet die US-Firma Astra Zeneca bei ihrem Impfstoff AZD1222 an. Sie fügt Gene des Coronavirus in ein harmloses Virus ein. Dieses genetisch Veränderte Virus gelangt in menschliche Zellen und setzt dort die Gene frei. Diese Technik setzte man bei einem Ebola-Impfstoff ein.

Der österreichische Biologe Clemens Arvay warnt: ‘’ Bei der mRNA-Technik besteht die Gefahr das des Immunsystem überreagiere. Beim Impfstoff von Astra Zeneca könne man nicht ausschliessen, dass Genstücke des Virus in den Zellkern gelangen und sich dort in das menschliche Erbgut einfügt. Das erhöhe das Tumorrisiko. ’’

Auch die Wirkung der Impfstoffe ist unklar. Das Fachblatt ‘’British Medical Journal’’ schrieb: Um die Zulassung schneller zu erhalten, hätten die Hersteller nur getestet, wie viele Teilnehmer leichte Erkältungszeichen, wie Husten, Fieber oder Kopfweh, bekommen und wie ihr Immunsystem reagiert. Keine der Studien hätte untersucht, wie gut die Impfstoffe schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle verhindern.

Quelle: Gesundheitstipp Dezember 2020

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